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Foto: Peter-Andreas Hassiepen

Abbas Khider

Abbas Khider wurde 1973 in Bagdad geboren. Nach einer zweijährigen Gefängnisstrafe aufgrund „politischer Gründe“ floh er 1996 aus dem Irak. Von 1996 bis 1999 hielt er sich als illegaler Flüchtling in verschiedenen Ländern auf, seit 2000 lebt er in Deutschland. Er absolvierte ein Studium der Philosophie und Literaturwissenschaft in München und Potsdam. Khider veröffentlichte bisher Lyrik in verschiedenen Publikationen, 2005 das Buch „Khakismus – Intellektuelle Verbrechen im Irak" und die Romane „Der falsche Inder" (2008), „Die Orangen des Präsidenten" (2011) und „Ohrfeige" (2016). 2017 erhielt er den Adelbert-von-Chamisso-Preis.

Die deutsche Sprache, das ist mein deutscher Alltag geworden

„Im Irak vermisse ich nichts außer meiner Familie. Wenn sie nicht da wäre, wäre es vorbei mit dem Ort. Das sieht man auch an meinen Büchern: Es gibt keine Sehnsuchtsorte in meinen Romanen. Ich beschreibe Orte nicht wie alte irakische oder arabische Autoren, die im Exil leben. Die malen sie regelrecht, weil sie in der Kindheit eine schöne Zeit erlebt haben. In meiner Kindheit begann der Krieg. Ich habe nur Diktatur und Kriege erlebt. Deswegen verspüre ich keine Sehnsucht, keine Nostalgie. Wenn ich jetzt sage, ich komme zurück nach Hause, dann meine ich Deutschland, dann meine ich Berlin." (aus: Tagesspiegel, 7.2.2016)

Bücher von Abbas Khider im Hanser Verlag.


Abbas Khider nimmt am Literaturfest Textland - Made in Germany in der Evangelischen Akademie teil.

Zum Programm

 

Foto: Peter-Andreas Hassiepen


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