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13.06.2021, Jamal Tuschick

© Generationen Stiftung/Gregor Fischer

Pressestatement zur Rentendiskussion

Ein Beitrag zur Diskussion um die Erhöhung des Renteneintrittsalters von Moritz Piepel (22), Mitglied des Jugendrats der Generationen Stiftung

"DIE JUNGE GENERATION WIRD ZUM OPFER IM KAMPF UM POLITISCHE MACHTERHALTUNG"

"Die aktuelle Diskussion um die Erhöhung des Renteneintrittsalters hinterlässt mich fassungslos: Der wissenschaftliche Beirat des BMWi sagt 'schockartige Finanzierungsprobleme' des Rentensystems voraus. Und wie agieren die Spitzenpolitiker:innen im Wahlkampf? Sie machen die junge Generation zum Opfer im Kampf um politische Machterhaltung.

Um Stimmen ihrer Kernwählergruppe – der Boomer-Generation – zu sichern, ignorieren Olaf Scholz und Peter Altmaier wissenschaftliche Fakten und verweigern sich einer zielführenden Debatte. Dahinter steckt kurzfristiges, makaberes Kalkül. Denn die unbequeme Rentendiskussion könnte schon jetzt Stimmen kosten, während das Rentensystem aber erst zusammenbricht, wenn die heutigen Politiker:innen selbst nicht mehr in der Verantwortung stehen.

Olaf Scholz bezeichnet eine Erhöhung des Renteneintrittsalters als 'unsozial', aber das ist das gesamte Rentensystem schon seit Jahrzehnten. Und es wird noch unsozialer, wenn all die Schecks platzen, die Olaf Scholz und Peter Altmaier derzeit verteilen, um sich Wählerstimmen zu kaufen. Die Aussagen von Olaf Scholz spiegeln die Haltung wider, die sich aktuell durch alle politischen Entscheidungen zieht. Eine Haltung, die die ältere Generation in den Fokus nimmt und die junge Generation aus den Augen verliert.

Für ein gerechtes Rentensystem aus Sicht junger Menschen braucht es ein höheres Rentenalter, das Differenzierungen zwischen verschiedenen Brachen zulässt und alle Erwerbstätigen einbezieht – auch Beamte, Abgeordnete und Selbstständige. Zudem ist eine Beitragsbemessungsgrenze notwendig sowie eine Maximalrente, um Luxusrenten zu verhindern.

Das Misstrauen gegen die Politik, gerade in der Rentenfrage, zieht sich durch alle Generationen. Ich wage aber vorherzusagen, dass die aktuelle  Rentendiskussion das Vertrauen der jungen Generation in die Regierungsparteien endgültig beschädigt." 

Über Moritz Piepel
Moritz Piepel ist 22 Jahre alt und studiert Physik an der TU Dresden. Nachdem er sich lange in verschiedenen Interessenvertretungen engagiert hat, kämpft er nun mit dem Jugendrat der Generationen Stiftung für eine generationengerechte Politik in Sachen Klima, Wirtschaft, Demokratie und Gerechtigkeit. Seine Forderungen an die Politik vertritt und diskutiert Moritz Piepel auf kleinen und großen Bühnen, in den sozialen Medien und im persönlichen Gespräch mit Entscheidungsträger:innen und Vertreter:innen aller Generationen.

Über die Generationen Stiftung

Die Generationen Stiftung ist die überparteiliche Interessenvertretung der jungen und kommenden Generationen. Ihr Ziel ist die Umsetzung unbedingter Generationengerechtigkeit in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Einzigartig ist dabei, dass in der Stiftung junge Erwachsene und ältere Expert:innen gemeinsam und auf Augenhöhe an Lösungen für die existentiellen Probleme unserer Zeit arbeiten.

Über den Jugendrat
Der Jugendrat der Generationen Stiftung ist eine Plattform für junge Aktivist:innen und politische Talente aus ganz Deutschland. Gemeinsam starten sie öffentlichkeitswirksame Kampagnen und setzen sich für die Themen der jungen Generation ein. Nachdem der Jugendrat mit der Kampagne #wirkündigen im November 2018 symbolisch den Generationenvertrag aufgekündigt hat, ist im November 2019 der Spiegel-Bestseller "Ihr habt keinen Plan, darum machen wir einen" erschienen – geschrieben von acht Autor:innen aus dem Jugendrat. Im Mai 2020 startete der Jugendrat eine Kampagne für einen "Generationen-Rettungsschirm". Mit einer Petition kämpft der Jugendrat aktuell gegen den ausufernden Lobbyismus und macht mit dem "Hitzealarm" auf das Versagen in der Klimapolitik aufmerksam.

Irmela Wrogemann | Presse
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